Schloss Sassanfahrt
Schlossplatz 1
96114 Hirschaid-Sassanfahrt
Das Schloss in Sassanfahrt ist untrennbar mit dem Namen des Reichsgrafen Julius von Soden verbunden. Er kaufte im Jahr 1784 das Rittergut Sassanfahrt, das bis dahin aus dem Gutshof und einigen kleinen Bauernhöfen bestand. Durch den Bau von über 90 Tropfhäusern erhöhte er die Bevölkerungszahl maßgeblich. Das wohl ins 17. Jahrhundert zurückgehende Schlossgebäude wurde unter den Nachfolgern des Reichgrafen, der Familie von Pflummern, im 19. Jahrhundert um- und ausgebaut. Seit wenigen Jahren ist das schlichte Schlossgebäude im Besitz des Marktes Hirschaid. Im Zuge der Städtebauförderung soll es saniert werden.
Für die spätere Nutzung erstellt die Kunst- und Kulturbühne Hirschaid e.V. in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Sesselmann aus Nürnberg auf Wunsch des Marktgemeinderates Hirschaid ein tragfähiges Konzept. Nach seiner Sanierung soll das Schloss zum einen für die Bevölkerung zugänglich sein und zum anderen seinen Platz als Mittelpunkt von Sassanfahrt wieder einnehmen. Für öffentliche Veranstaltungen sowie private Feierlichkeiten sollen Schloss und Garten zur Verfügung stehen können. Über den Fortgang der Erstellung des Nutzungskonzeptes und der Sanierungsarbeiten werden wir regelmäßig berichten.
Update Juni 2009
Die Finanzierung steht auf guten Füßen. Nach Zuschüssen der Oberfrankenstiftung, der Bayerischen Landesstiftung und des Entschädigungsfonds kann das Projekt nun auch im Rahmen der EFRE-Förderung der EU gefördert werden.
Update Oktober 2008:
In seiner Sitzung vom 23. September 2008 hat der Marktgemeinderat Hirschaid einstimmig beschlossen, das Projekt Schloss Sassanfahrt auf den Weg zu bringen. Die Sanierung und der Umbau in ein Kultur-, Bilduns- und Versnataltungszentrum sind mit rund 4 Millionen Euro veranschlagt. Darin enthalten sind auch die Sanierung der einsturzgefährdeten Schlossmauer, der Park und der Umgriff samt Neugestaltung des Schlossplatzes.Zur Finanzierung wurden Anträge an die Oberfrankenstiftung, die Bayerische Landesstiftung und den Entschädigungsfonds. Auch eine Bewerbung um Fördermittel aus dem Programm EFRE wird weiter verfolgt.
Anlässlich des Tages des offenen Denkmals am 14. September 2008 waren mehr als 500 Besucher ins Schloss gekommen, um sich über die Geschichte, die Planungen und die Ergebnisse der Bauforschung zu informieren. Den Vortrag von Geschäftsführerin Annette Schäfer M.A. über Reichsgraf Julius von Soden und die Peuplierung desDorfes Sassanfahrt hörten rund 90 Besucher.
Nutzungseinheiten im Schloss (pdf)
Update Mai 2008:
Die wichtigsten Säulen für eine multifunktionale Nutzung, die eine regelmäßige Belegung garantiert, sind:
- Kultur- und Veranstaltungszentrum mit Saal
- Repräsentative Räumlichekeiten für Ausstellungen, Vorträge etc. im 2. OG
- Räume für handlungsorientierten Geschichtsunterricht und Förderlehrerausbildung
Der letztgenannte Punkt hängt von Verhandlungen mit der Regierung von Oberfranken und dem Kultusministerium ab. Dazu gab es bereits Termine mit Vertretern der Regierung und des Staatlichen Schulamtes Bamberg, eine Einladung an den Kultusminister ist geplant.
Außerdem wird Garten in die Nutzung einbezogen. Der etwas erhöht gelegene Gartenteil ist als Teil des Leader-Förderprojektes der LAG Bamberg zur Umgestaltung für die Landesgartenschau 2012 eingereicht. Über die Zusage entscheidet ein Gremium innerhalb der LAG.
Im Januar 2008 untersuchte der Bauforscher Tilmann Kohnert (Bamberg) das Gebäude. Anschließend wurde ein Baualtersplan erstellt, der Aufschluss über Baugeschichte und Bauphasen gibt.
Das Gesamtkonzept in Absprache mit der Abteilung Städtebauförderung der Regierung von Oberfranken bei der EU im Rahmen der Wettbewerbs EFRE eingereicht.Außerdem werden Stiftungen um Zuschüsse gebeten.
Am 14. September 2008 findet der diesjährige Tag des offenen Denkmals statt. Zu diesem Anlass, der unter dem Motto „Bauforschung und Archäologie" steht, wird das Schloss der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, und die Ergebnisse der Bauforschung werden in einer kleinen Ausstellung gezeigt.
Juni 2009
Impressum – Copyright Kunst und Kulturbühne Hirschaid e.V.